Die Neufassung der Chroniken der Drei Reiche
Die Geschichtsschreibung, beginnend mit Ma Ban, bezeichnet Chen Shous Chroniken der Drei Reiche
als die detaillierteste Darstellung der Geschichte von Wei, gefolgt von Wu und dann Shu,
obwohl Chen Shou selbst aus Shu stammte. Warum also ließ er die Angelegenheiten seines eigenen Reiches aus?
Manche behaupten, Chen Shou sei neidisch auf Zhuge Liang und dessen Sohn gewesen.
Ich bin jedoch der Ansicht, dass Zhuge Liang keine Historiker ernannte und der Mangel an historischen
Aufzeichnungen die Zusammenstellung und Zusammenfassung erschwerte; dies war nicht Chen Shous Schuld.
Die Geschichte lobt Chen Shou für sein erzählerisches Geschick und sein Talent als Geschichtsschreiber,
was Xiahou Duns mangelhaftes schriftstellerisches Können und Zhang Huas profunde Kenntnisse über
Qiao Zhouqi erklären könnte.
Fan Yuns Talent und Ruf beruhten tatsächlich auf seiner direkten Art. Allerdings fehlte seinem Buch eine vollständige Erzählstruktur, und der Text war oft abgekürzt. Während der Yuanjia-Ära der Song-Dynastie sammelte Pei Songzhi umfangreich verschiedene Meinungen und fügte Anmerkungen hinzu, um Fehler zu korrigieren und Lücken zu füllen. Diese Anmerkungen galten als exzellent, obwohl manche argumentieren, dass Liu Xiaobiaos Anmerkungen zum *Shishuo Xinyu*, Li Shanzhis Anmerkungen zum *Wenxuan* und Pei Songzhis Anmerkungen zu den *Drei Reichen* allesamt auf verschiedenen Quellen und subtilen Hinweisen basierten, um die Bedeutung vollständig auszudrücken und es dabei zu belassen. Damit setzten sie einen Standard für historische Kommentare. Daher war das *Shoushu* (Buch der Dokumente) eine Erweiterung der Werke von Ma Yuan und Ban Gu, und Pei Songzhis Anmerkungen zu den *Guozhi* (Aufzeichnungen der Drei Reiche) dienten als wertvolle Ergänzung.