Dreizehn Zeilen der Ode an die Göttin vom Luo 洛神赋十三行

Die folgenden Abbildungen sind Dreizehn Zeilen der Ode an die Göttin vom Luo 洛神赋十三行 kopiert von Weng Fanggang 翁方纲, einem Gelehrten und Kalligraf der Qing-Dynastie. Der Text wurde in der chinesischen Kleinregularschrift 小楷 geschrieben, einer sehr fein ausgeführte Regularschrift, die im Japanischen der Kaisho-Schrift 楷書 in kleiner Ausführung entspricht.

Der zugrunde liegende Text ist die Ode an die Göttin vom Luo 洛神赋 von Cao Zhi (192–232), einem Dichter der Zeit der Drei Reiche. Das Werk schildert eine idealisierte, unerreichbare Begegnung mit der Göttin des Luo-Flusses und gilt als Meisterstück der klassischen chinesischen Prosa und Lyrik. Die „Dreizehn Zeilen“ sind eine stark gekürzte Auswahl des Textes, geschrieben in Kleinregularschrift. Es gilt als Höhepunkt der kleinen Normalschrift und als Referenzwerk für Präzision, Rhythmus und Eleganz.
Das Original ist verloren; bereits in Tang- und Song-Zeit war es beschädigt. Erhalten ist das Werk durch Song-dynastische Steinreibungen